Märklin 8150 – Der Museumsführer

Es gibt für das Eisenbahn-Museum sogar ein kleines, 51-seitiges Büchlein. Der Museumsführer enthält reichlich Informationen über die ausgestellten Lokomotiven. Dieses hübsche Büchlein befindet sich allerdings nicht im Lieferumfang der Startpackung. Wer es erwerben möchte schaut nach der Packung mit der Museumslokomotive Nr.1 . Eine BR 74 in silber mit der Artikelnummer 8894.

 

Märklin 8150 – Bestückung

Preise 1994 (Fa.Schmidt, Hameln)
8150 Packung Museum 169,00
1 8885 Dampflok Baureihe 003 175,50
2 8827 Dampflok Baureihe 041 182,85
3 8892 Dampflok Baureihe S3/6 182,85
4 8839 Ellok Baureihe 110 182,85
5 8896 Dampflok Baureihe 86 175,95
6 8859 Ellok Serie Be 6/8 III 242,65 (Preis 8856)
7 8839 Dampflok Baureihe 38 182,85
8 8624 Schotterwagen 24,80
9 8895 Dampflok Baureihe 74 105,90
10 8854 Ellok Baureihe 103 166,75
11 8806 Dampflok Baureihe 78 0-5 228,85
12 8820 Diesellok Baureihe 221 154,00
13 8811 Ellok Baureihe 144 228,85 (Preis 8812)
14 8822 Ellok Baureihe 194 228,85
15 8803 Dampflok Baureihe 24 124,20
16 8851 Ellok Serie Ae 6/6 II 204,70
17 8601 Klappdeckelwagen 29,80
18 8870 Dampflok Baureihe S3/6 208,15
19 8884 Dampflok Baureihe 050 232,30
3431,65 DM

Märklin 8150 – Aufbau und Inbetriebnahme

Zuerst fing ich mit der Toporama -Grundplatte an. Karton, zweilagig. Durchaus stabil. Aufgeklappt ergibt sich eine Größe von 580 x 420 mm. Dekoration und Seitenwände sind auch aus Karton gefertigt. Die benötigten Teile konnten mit geringem Kraftaufwand aus der Trägerpappe herausgedrückt werden. Einzelne Beschreibungen der Bauschritte finden sich auf den Pappen wieder.

Zu der Fixierung der Seitenwände werden in vorgestanzte Öffnungen der Grundplatte Plastikclips eingedrückt. Diese sind so knapp bemessen das sie gleich die oberste Schicht der Pappe mit hochdrücken. Nicht so schön.

Dieselben Clips werden auch später zum Aufstellen der Lokomotiven verwendet. Verwendet man wie abgebildet 2 Clips pro Lok reicht der eine beigelegte Beutel nicht aus.

Als nervig erwies sich die Montage des linken Showrooms in der Grundplatte. Die innere Pappe die den Fußboden bildet soll auch die Seitenwände in der Öffnung fixieren. Leider ist die Platte so dünn das sie unter die Seitenwände rutschte und die Wände nicht wirklich hielten.  Abhilfe schaffte eine Einlage aus 3mm starkem Styropor was unter den Fußboden gelegt wurde.

In die Grundplatte wurde nun der Standardkreis mit 195 mm Radius und zwei gerade Gleise eingelegt. An welche Stelle das Anschlussgleis kommt ist selbsterklärend. Schön das Märklin Platz für eine Bogenweiche vorgesehen hat. Die Seitenwand trägt an der passenden Stelle ein Tor, welches wegen der Vorstanzung auch geöffnet werden kann.

Die Dampflok Baureihe 89 war nicht verharzt oder überölt. Sie wurde auf der Nostalgieanlage 8919 ordentlich eingefahren. Nach einer Stunde wurden die Motorkohlen und die Kollektorspalten auf Abrieb kontrolliert. Für eine Lok die seit 1992 in einer gesammelten Startpackung schlummerte – TOP.

Die Gleise wurden vor Inbetriebnahme nicht gereinigt. Ich war einfach zu neugierig ob es wirklich nötig sein würde.  Ergebnis – keine Reinigung notwendig.

Der Zug mit den zwei kleinen Württembergischen Länderbahnwagen nahm Fahrt auf. Doch leider nur eine halbe Runde.  Was zu Hölle war passiert? Lokomotive kaputt? Nein. Stromversorgung aus? Nein.

Die verdammte Papprückwand steht im Lichtraumprofil! Waren die am Anfang der 1990er auf Drogen? Oder war das Toporama nur als Anschauungsstück ohne Betrieb gedacht? Eine Antwort zu finden wird wohl nach den Jahren nicht mehr möglich sein.

Also musste eine Lösung her. Die kompletten Seitenwände nach hinten setzen wäre das Einfachste. Ging aber nicht. Dann würde das Tor neben der Gleisausfahrt stehen. Also hinten an die Seitenwand einfach zwei dran. Passt.

 

 

Schmalbretten

“Je kleiner die Details, je größer die Herausforderung!”

Mit 54 mm Tiefe, ohne Rückwand, wohl eine der schmalsten Modellbahnanlagen.

Baubeginn: Oktober 2012

Geplant war Schmalbretten nicht in dem Umfang. Irgendwie verselbstständigte sich das Projekt. Ich benötigte lediglich eine kurze Strecke mit einer Weiche, um Lokomotiven nach ihrer Reinigung zu testen.  Im Bastelkeller waren einige Seitenleisten der US-Micro Module übrig geblieben. Die US-Module hatten eine Gesamthöhe von 60 mm. Die Dicke der Deckplatte betrug 6 mm. Blieben demnach 54 mm für die Seitenleisten über. Auf eine diesen 880 mm lange Leiste aus 9,5 mm starkem Multiplex Birke Sperrholz wurden nun die Micro-Trains-Line Gleise genagelt.

Der berühmte Sack Reis.
Detail: Der berühmte Sack Reis.

Das Ganze funktionierte schon recht gut. Die kleine, schmale Leiste lag nun mit der nackten Holzoberfläche vor mir auf der Werkbank. Plötzlich sprang mir die Idee ins Hirn etwas Grünzeug würde das Ganze irgendwie hübscher aussehen lassen. Eigentlich ein völlig unsinniges Unterfangen für ein Testgleis. Aber wie das so oft im Leben ist, es setzen sich immer die unsinnigsten Ideen durch. Nach und nach folgten Gebäude und Figuren, auch nach Motiven aus meinem persönlichen Umfeld.

Später folgten dann noch zwei Kurven und einige zusätzliche Streckenteile. Irgendwie gefiel und gefällt mir das Projekt Schmalbretten, hergeleitet von dem “Schmalen Brett” und der Redensart “Wie kommst du denn auf dieses schmale Brett?”. Diese Redewendung bedeutet umgangssprachlich: “Wie kommst du auf diese unsinnige Idee?”

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